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:: interpunktionZweite Adventswoche: "Dein Leben soll Heil sein"Samstag (15. Dezember 2001)Mensch, was begeistert dich noch?Wort des Propheten Jesaja:"Da stand ein Prophet auf wie Feuer, seine Worte waren wie ein brennender Ofen. Impuls:Das Buch Jesus Sirach ist eigentlich eine lockere Sammlung von Weisheiten. Hier werden Themen angesprochen wie Freundschaft, Gottesfurcht, Takt und Klugheit, Genuß, Verantwortung, Begierde. Aber auch über den rechten Gebrauch des Wortes und die Geduld wird hier zum Beispiel Stellung genommen. Gedacht waren diese Weisheiten für junge Menschen der damaligen Zeit, die in einer Sprache und einem Werteverständnis zusammen getragen wurde, die den Jahren um 180 v. Chr. entsprach. Gegen Ende des Buches werden auch Menschen in den Mittelpunkt gerückt, die in ihrem Erzählen von Gott als Vorbilder galten. Mit hoher Wertschätzung wird in unserem Text von einem Propheten gesprochen der auftrat wie Feuer und seine Worte waren wie ein brennender Ofen. Niemand würde heute solche Worte wählen um deutlich zu machen, das ein Mensch in seinen Worten authentisch, überzeugend, begeisternd, ansprechend und klar ist. Doch jene, die die Menschen damals aufhorchen ließen, waren Persönlichkeiten die absolut überzeugt waren von dem, was sie den Menschen zu erzählen, zu berichten und zu deuten hatten. Das ist bis heute auch so geblieben. Wir spüren es, ob ein Mensch hinter dem steht, was er zu sagen hat und davon begeistert ist oder nicht. Wer als authentisch erlebt wird in Bezug auf das, was er vertritt, erntet in der Regel auch Akzeptanz. Das heißt noch nicht, dass der Hörende sich auch der Meinung des Ausführenden anschließt, aber seine Worte werden gehört und wahrgenommen. Da wir in dieser nun schon fast beendeten zweiten Adventswoche fragmentarisch unseren Blick auf den gerichtet haben, den Gott ansprechen möchte, nämlich auf uns selbst, darf die Frage nach der Begeisterungsfähigkeit des Menschen, nach unserer Begeisterungsfähigkeit auch erlaubt sein. Gott möchte die Menschen für sich begeistern. Begeisterung für Gott hat aber auch immer die Begeisterung für andere Menschen zur Folge, und die kann nur glaubhaft vermittelt werden, wenn wir auch von uns selbst begeistert sind. Von sich selbst begeistert sein, weil letztlich Gott auch seine Begeisterung für die Menschen nicht verbergen will, bedeutet aber nicht ständig, die Welt wissen zu lassen, wir seien die Größten, Schönsten und Klügsten. Begeisterung fängt im Stillen an, in unserem Herzen, in den Tiefen unseres Empfindens. Die Begeisterung für einen anderen Menschen, eine Idee oder den Glauben an Gott, nimmt seinen Auftakt nicht in Jubelstürmen und sich die Schenkel breit klopfen. Die Be - geist - erung eines Menschen, wenn sie denn kein Strohfeuer ist, wächst langsam und gelangt irgend wann an den Punkt, jenes, das ihn begeistert, mit anderen teilen zu wollen.
Ein Gedanke für den Tag:Wie begeisterungsfähig bin ich, beziehungsweise, möchte ich sein? Fragment des Vorsprechens vor Gott:Gott, von dir begeistert zu sein, fällt mir schwer. |
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