Christoph Stender

:: interpunktion

Forumsbeiträge zum 4. Dezember

Thema: Danke

Autor/in Beitrag
Gast

04.12.2001 12:12 Uhr
Das heutige "Fragment" hat mich sehr berührt. Danke dafür.

Thema: Leben bewältigen - Gotteserfahrung

Autor/in Beitrag
Zarah

04.12.2001 14:15 Uhr

Das was ich in Jesaja 11,1-10 lese, lässt mich an eine Welt denken, in der Offenheit, Toleranz, Eigenannahme, Kommunikation, Herzlichkeit, Liebe gelebt werden und möglich sind. Gott scheint hier in einer Weise erfahrbar geworden zu sein, die alles Gegenüber verändert hat.

Ein Wunschdenken? Ja, ein Wunschdenken wie mir scheint. Denn zum Einen frage ich mich wo ich Gottes Liebe und Gerechtigkeit in dieser Welt wirklich, wahrhaftig erfahre. Denn ich erlebe Mord, Leid, Ungerechtigkeit... Und zum Anderen ganz im Kleinen: Ach, wie bin ich ungerecht, neidisch, kleinlich, unsicher...anderen gegenüber. Ich stelle mir die Frage mit welchen Ansprüchen ich lebe? Und mit welchem Maßstab ich anderen begegnen möchte?

Tja, und es bleibt die Frage, welche Erfahrungen, Prozesse, Begegnungen mich derart verändern, berühren, dass ich von göttlichem Geist getragen, anderen und mir begegne?
Christoph Stender

04.12.2001 18:44 Uhr

Kurz nochmals einen Geadnken von Montag aufgeriffen:

Die Notwendigkeit der Veränderung des Menschen ist nicht begründet in der Tatsache ein Mensch zu sein, und ist auch nicht abzuleiten aus der unantasbaren Würde eines jeden Menschen. Der Wunsch nach Veränderung ist oft orientiert an einem Ziel, das der Mensch noch nicht erreicht hat aber erreichen will. Rein innerweltlich betrachtet kann der Mensch mit sich und seiner Gesellschaftzu frieden sein, oder auch nicht.

Aus christlicher Perspektive aber steht der Mensch vor der Herausforderung mit seinem Personsein, mit seinem eigenen Namen, mit der eigenen Biographie dem Vorbild Jesu zu folgen. Gott allein, was immer das sein mag, ist noch kein Grund sich zu verändern, oder es unfreiwillig zu müssen . Das was uns von Jesus Christus über Gott geoffenbart ist, stellt eine Herausvorderung da, die uns wissen läß, daß wir noch nicht am Ziel sind (Reich Gottes Verkündigung)! Dieses nicht am Ziel sein bezieht sich auch nachvollziehbar in dem Erleben von Gerechtigkeit in dieser Welt. Die hier bestehende Ungerechtigkeit liegt aber nicht an Gott, sondern an einer werdenden Schöpfung sowie dem freien Willen des Menschen, so handeln zu können das andere Menschen wehrlos unterdrückt sind.

Auch wenn aber die ganze Menschheit an den Punkt kommen würde, nun haben wir diese Welt gerecht gestaltet und alle wären damit zufrieden, dann wäre diese Gerechtigkeit nicht gleichzusetzen mit der Gerechtigkeit Gotts.

Aus christlichem Verständnis wird die Welt und der Mensch in ihr nicht ganz/heil aus sich selbst heraus, sondern aus Gott. Gott in Jesus Christus ist das Ziel, ein geschenktes Ziel, das den Menschen geoffenbart ist in Jesus Christus. Weil wir aber glauben dürfen individuell an diesem Ziel partizipieren zu dürfen versuchen wir als Christinnen und Christen auf dieses Ziel hin uns und die Welt auszurichten (zu verändern), damit Leben schon jetzt ein bischen mehr gelingt.

Anmerkung: Auch das ist wiederum nur ein Fragmant und somit bruchstückhaft!
Christoph Stender

04.12.2001 18:50 Uhr

Zu meinem Beitrag von oben:

Ich habe vergessen anzumerken, dieser Beitrag bezieht sich sich nicht nur auf das Thema von Montag (Veränderung), sondern auch auf den ersten Beitrag von heute zum Stichwort Gerechtigkeit!

Wenn ich jetzt in der Lage wäre, einen lächelnden Smiley in diesen Text zu bannen, dann stünde er hier.... hmmm
Cecile

05.12.2001 15:57 Uhr

So verstanden kann ich sowohl mit den Montags- als auch mit den Dienstagstexten besser umgehen. Dennoch bleibt für mich die Frage nach Selbstannahme (und zwar so wie ich jetzt bin) und Streben nach Heilwerden ein ganz schön verflixtes Spannungsfeld. Das sehe ich nicht negativ, sondern als Herausforderung.

Schöne Grüße
Cécile

nach oben
Konzept, Webdesign: XIQIT GmbH