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Isaaks Reise auf dem Brett

Isaaks Reise auf dem Brett

„Ex Oriente“-Spiel als Prototyp

Aachen. Die Ausstellung „Ex Oriente“ ist seit wenigen Tagen in vollem Gange und erfreut sich regen Zuspruchs.

Bagdad-Reise auf Probe: Dominik Nagel (rechts), Markus Reissen (Mitte) und Christoph Stender testen das neue Spiel. Foto: Alexander Stärk

Der BWL-Student Dominik Nagel ist von der Reise des Karlsgesandten Isaak von Bagdad über Israel nach Aachen derart begeistert, dass er als Führer tätig ist. Doch dem nicht genug: Zusammen mit Markus Reissen, Referent der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG), hat er passend zur Ausstellung ein Brettspiel erfunden und entworfen.

Hochschulpfarrer Christoph Stender ist von dem Spiel sehr angetan: „Die KHG ist schon immer interkulturell geprägt. Und das Spiel ist eine tolle Idee, Interkulturalität spielerisch umzusetzen.“

Im Chico Mendes an der Pontstraße steht nun ein Prototyp des Spiels „Ex Oriente“ zum Spielen bereit: „Gerne würden wir das Spiel schon zum Verkauf im Handel anbieten, doch dazu müssten wir bei einem Verlag in Vorkasse gehen“, sagt Dominik Nagel, der in Göttingen eine Spielemesse besucht hat. Hier wurde sein Spiel von der Fachjury „Spiel des Jahres“ unter die Lupe genommen und für gut befunden: „Die Fachleute haben allesamt gesagt, dass ,Ex Oriente‘ sehr abwechslungsreich ist und bestimmt ein Verkaufsknüller würde“, berichtet Nagel stolz.

Das Brettspiel stellt die Reise des Karlsgesandten Isaak und seiner Gefolgschaft nach. Und wie bei der echten Reise müssen die Spieler ab zwölf Jahren gewisse Probleme meistern: So kann es sein, dass der Elefant Abul Abas sich verschluckt oder einen Sonnenstich bekommt. Daher muss regelmäßig die Haut des weißen Elefanten gewaschen werden.

Außerdem kann es vorkommen, dass ein Kamel lahmt und man einen Reiter aufgeben muss. Bei jedem Spielzug werden Ereignis- und Religionskarten gezogen: „Hier sind dann Auszüge aus der Bibel, dem Koran oder der Tora zu lesen“, erklärt Reissen.

Bis zu vier Spieler können die Reise von Bagdad nach Aachen nachspielen – die Spieldauer beträgt zwischen 45 und 90 Minuten. Damit das Spiel in den Handel kommt, müssten 20.000 Euro aufgebracht werden.

Weitere Infos gibt es bei Markus Reissen, 4700123.

Quelle: Aachener Zeitung, 2.7.2003.
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