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Architektur mal anders: Kneipenbilder in der Kneipe

Architektur mal anders: Kneipenbilder in der Kneipe

Ein Lokal aus vielen verschiedenen Blickwinkeln: Studenten stellen Zeichnungen im „Chico Mendes“ aus. Kegeln als Belohnung.

Aachen. Alles begann mit einer Pflichtveranstaltung für Architekturstudenten der RWTH im ersten Semester. Das Ergebnis ist eine Ausstellung im Chico Mendes in der Pontstraße. „Wir gehen jeden Freitag mit unseren Studierenden an unterschiedliche Orte, die dann aus verschiedenen Perspektiven gezeichnet werden sollen“, erklärte Gerd Sedelies, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für bildnerische Gestaltung an der RWTH.

Spontane Idee

Einen dieser Freitage verbrachten zwei Gruppen von Studierenden unter der Leitung von Gerd Sedelies und Rütt Schulz-Mathiesen in der Kneipe der Katholischen Hochschulgemeinde, dem Chico Mendes. Sie zeichneten das Lokal aus unterschiedlichen Perspektiven und Blickwinkeln. Das Ergebnis sind Bilder mit Bleistift und Aquarellfarbe, die nun im Chico ausgestellt werden.

Die Idee kam Agnes Mrowiec, wissenschaftliche Angestellte am Lehrstuhl für Bildnerische Gestaltung spontan. „Wir dachten, dass dieses Projekt mal etwas anderes ist, als immer nur Bahnhöfe oder Kirchen zu zeichnen“, erzählte sie. „Es war richtig toll, mal was anderes zu zeichnen“, bestätigte Julia Krebs, eine der Studierenden lachend.

Auch Christoph Stender, Leiter der Katholischen Hochschulgemeinde, ist von dem Projekt begeistert und findet auch direkt eine Parallele zum Chico: „Das Chico bedeutet Kommunikation, weil sich hier Studierende aus unterschiedlichen Kulturen treffen und sich unterhalten. Eure Bilder spiegeln diese Kommunikation wieder“, erklärte er. Beate Engelhoven, Leiterin des Chico Mendes, brachte es auf den Punkt. „Das Chico ist eine Kneipe für Studenten, und es ist eine tolle Sache, dass sie nun auch von ihnen gestaltet worden ist.“

Schmunzelnder „Prof“

Der Einsatz der Studenten wird auch belohnt. Christoph Stender und Beate Engelhoven haben sie zu einem kostenlosen Kegelabend auf der hauseigenen Kegelbahn eingeladen. „Dann könnte man das auch direkt mit einer Übung im Perspektivischen Zeichnen verbinden“, sagte Heiner Hoffmann, Professor am Lehrstuhl für bildnerische Gestaltung – schmunzelnd.
(ute)

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