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Von zerbrochenen Schlössern und verlorenen Schätzen

Von zerbrochenen Schlössern und verlorenen Schätzen

Von: Kathrin Albrecht

Spüren zur Heiligtumsfahrt den verlorenen Geschichten und Schätzen des Doms nach: Christoph Stender, Michael Lejeune, Sisi Ben Kayed und Georg Minkenberg (v.l.) präsentieren ihre neuen Werke mit Dompropst Helmut Poqué (2.v.l). Foto: Michael Jaspers Von zerbrochenen Schlössern und verlorenen Schätzen - Lesen Sie mehr auf: http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/von-zerbrochenen-schloessern-und-verlorenen-schaetzen-1.851315#plx338732265

Spüren zur Heiligtumsfahrt den verlorenen Geschichten und Schätzen des Doms nach: Christoph Stender, Michael Lejeune, Sisi Ben Kayed und Georg Minkenberg (v.l.) präsentieren ihre neuen Werke mit Dompropst Helmut Poqué (2.v.l). Foto: Michael Jaspers

Spüren zur Heiligtumsfahrt den verlorenen Geschichten und Schätzen des Doms nach: Christoph Stender, Michael Lejeune, Sisi Ben Kayed und Georg Minkenberg (v.l.) präsentieren ihre neuen Werke mit Dompropst Helmut Poqué (2.v.l). Foto: Michael JaspersVon zerbrochenen Schlössern und verlorenen Schätzen – Lesen Sie mehr auf:
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KONTAKT ZU DEN AUTOREN IST ERWÜNSCHT

Wer Michael Lejeune und Christoph Stender bei ihrer Recherche helfen kann, ist eingeladen sich zu melden: schriftlich an Christoph Stender, Mentorat, Pontstraße 72, 52062 Aachen und/oder per E-Mail an Michael Lejeune unter schloss {at} hemsteck(.)com, jeweils versehen mit dem Stichwort „Schloss“ und das bis Samstag, 15. März.

Die Autoren versprechen, sich bei Angabe von Kontaktdaten direkt zu melden.

Aachen. Pünktlich zur Heiligtumsfahrt beleuchten zwei im Verlag Schnell und Steiner erschienene Bücher zwei Themenbereiche, die bislang so noch nie dokumentiert wurden: die Geschichte der Schlösser des Marienschreins und die Geschichte der verlorenen Schätze aus der Domschatzkammer. „Verschlossen und aufgeschlagen“, lautet der Titel des Buches des katholischen Pfarrers Christoph Stender und des Fotografen Michael Lejeune.

Sie zeichnen hier nicht nur die Geschichte der Heiligtumsfahrt nach, sondern dokumentieren die Schlösser des Marienschreins, in dem die vier Aachener Tuchheiligtümer aufbewahrt werden, in Wort und Bild und zeigen außerdem die Entstehung des aktuellen Schlosses. Der Geschichte stellen die Autoren Gedanken zum Thema Öffnen und Verschließen entgegen.

Beispiele aus der Natur, Gedichte und kurze Texte lenken den Blick auch auf die alltägliche und persönliche Heiligtümer. Damit, erläutert Stender, werde auch der christliche Grundgedanke aufgegriffen, das Geheimnis des Glaubens zu enthüllen, zu dem Christus der Schlüssel sei. „Das Buch ist ein Liebesthema, in das wir unser Herzblut gesteckt haben.“ Bei der Dokumentation deckten die Autoren auf, dass zwei Schlösser in den Beständen der Domschatzkammer fehlen. Auch sie sind damit „Verlorene Schätze“.

Mit ihnen befasst sich das zweite Buch, herausgegeben von Dr. Georg Minkenberg, Leiter der Domschatzkammer, und Sisi Ben Kayed, die die gleichnamige Ausstellung in der Domschatzkammer zum Karlsjahr mit betreut. In dieser einzigartigen Dokumentation zeichnen die beiden den Weg der Kostbarkeiten nach, die sich einst in den Beständen der Domschatzkammer befunden haben. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Handschriften, die das Marienstift selbst verkaufte, erläutert Georg Minkenberg. Auch Textilien wie die unersetzlichen Krönungsmäntel wurden zu einem großen Teil nach Gebrauch neuen Bestimmungen zugeführt und zu diesem Zweck zerteilt.

Für die Ausstellung ist es gelungen, alle Fragmente der Krönungsmäntel Richards von Cornwall und Karls IV. zusammenzutragen und zu rekonstruieren. Zu sehen ist auch ein Elfenbeinkästchen aus ottonischer Zeit, in dem Fragmente des Marienkleides und der Windeln Jesu aufbewahrt wurden. Nachdem Napoleon Bonaparte Aachen zum Bistum erhob, erhielt er das Kästchen für Kaiserin Josephine vom Bischof, als „Souvenir an Charlemagne“. Dompropst Helmut Poqué stellte in seinem Grußwort noch einmal die Bedeutung der Heiligtumsfahrt heraus. Dabei gehe es um mehr als um alte Schätze und Reliquien. „Sie sind Zeichen, die auf die persönliche Begegnung des Menschen mit Gott hinweisen.“

Beide Bücher kosten je 9,95 Euro und sind im Buchhandel sowie in der Dominformation und der Domschatzkammer an der Johannes-Paul-II.-Straße erhältlich.

 

 

 

Quelle: Aachener Zeitung, 18. Juni 2014

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