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Mit Zettel verbindlich himmelwärts

Beiläufig – so scheint es – gibt Jesus den Jüngern im Evangelium dieses Sonntags die Order: „Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.“

Während Jesus diese irdischen und himmlischen Vollmachten verteilt, lehnt sich gerade Johannes an Matthäus, Bartholomäus schaut rüber zu Thomas, Andreas ist mit sich selbst beschäftigt, Petrus und Philippus tuscheln, Jakobus kränkelt, der andere Jakobus schaut einem Vogel hinterher, Judas Iskariot sucht etwas in seiner Tasche und Simon spielt dezent „schnick schnack“ mit Thaddäus. Dem Prinzip folgend „Wer alle meint, meint keinen“ sprechen Jesu Worte auf diese Gruppe bezogen keinen so richtig an.

Aber jetzt kommt’s: Jesus wendete sich plötzlich nur an Jakobus, ruft ihn aus der Gruppe und wiederholt fast flüsternd dieselben Worte nur auf ihn allein bezogen: „Amen, ich sage dir, Jakobus: Alles, was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“

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Nicht zu vergeben stresst

Petrus fragt Jesus: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder, (die Schwestern betrifft das ebenso) vergeben, wenn er gegen mich sündigt? (Vgl.: Mt 18,21)

Hängen wir die Antwort nicht zu hoch, ob nun siebenmal oder bis zu siebzigmal siebenmal, sondern fangen wir mit einem Mal an, draufsatteln geht dann immer noch.

Vor ab: Sündigen bedeutet primär durch Taten gegen Gottes Maßstäbe, seine Gesetze zu verstoßen. Intention der göttlichen Gesetze ist es, das Gelingen menschlichen Lebens in und mit der ganzen Schöpfung zu ermöglichen.

Dieses Ziel zu verfehlen, also auf einen Menschen hin zu sündigen bedeutet zum Misslingen seines Lebens beizutragen.

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Morgenandacht 15.08.2020

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Deutschlandfunk, “Morgenandachten“
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Morgenandacht 14.08.2020

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Deutschlandfunk, “Morgenandachten“
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Morgenandacht 13.08.2020

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Deutschlandfunk, “Morgenandachten“
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Morgenandacht 12.08.2020

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 Deutschlandfunk, “Morgenandachten“
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Morgenandacht 11.08.2020

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Morgenandacht 10.08.2020

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Fundsache Credo

„Wer sucht, der findet.“ (Mt 7,8). Diese Erkenntnis ist nachvollziehbar, da lebensnah. Genauso aber auch diese: Wer nicht sucht der findet auch. In beiden Aussagen wird ein Begriff unterstrichen, finden. Gefunden werden Dinge, die eher der materiellen Darreichungsform zuzuordnen sind. Aber auch immaterielle „Dinge“ werden gefunden, wie Zuneigung oder Ablehnung. Bestimmte „Fundsachen“ dürfen nicht behalten werden, wie z.B. ein historischer Bodenfund oder eine gefüllte Geldbörse, welche allerdings eher selten ihren Weg zurück zum Besitzer findet. Manch Gefundenes kann nicht zurückgegeben werden, so die Sympathie, die im Augenblick ihrer Wirkung als gefunden erlebt wird. Aber man kann versuchen, wenn gewollt, sich vor weiteren Sympathiefunden zu schützen.

Die gängigsten Orte an denen es was zu finden gibt sind die, an denen etwas vergessen wurde. Differenzierter wird es besonders dann, wenn etwas gefunden wird was man nicht „aufheben“ mag. Schmerzlich kann es werden, wenn etwas gefunden wird das leidvoll im Nachhinein klar macht, wie schlimm es bisher doch war ohne dieses erst jetzt Gefundene gelebt haben zu müssen.

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Lass los und greif zu

Eher beiläufig, auf dem Weg nach Jerusalem mit dem Ziel vor Augen dort seiner Pflicht als frommer Jude nachzukommen, begegnet Jesus einem Mann am Schaftor, nahe dem Teich Betesda, zu dem 5 Säulenhallen gehören, so die Beschreibung. (Joh 5,1-16) In diesen Hallen, abseits vom Stadtleben, lagern Kranke durchsichtig  organisiert. Unter ihnen Blinde, Lahme, Verkrüppelte, eben all jene, die damals eine Gefahr für die  „gesunde“ Gesellschaft darstellten. Jesus sah den Mann auf der Bahre nicht nur, er „be – merkte“ ihn, spürte sein an diese Bare gekettet sein, das konkrete Krankheitsbild war eher unklar, nach seinem Befinden fragte Jesus nicht. Ohne Umschweife aber reduzierte Jesus seine Distanz zu dem Mann auf ein Minimum mit dieser Frage: „Willst du gesund werden“.

Achtung: Die Beantwortung dieser Frage scheint für einen Gesunden eindeutig, denn was sollte der Kranke, der schon fast mit der Bare verwachsen war auch anderes antworten als: „Ja, gesund will ich werden! 

Mit dieser Frage generiert sich Jesus weder als praktischen Arzt, noch als speziellen Diagnostiker. Jesus bricht mit dieser Frage die eher gängige Vorstellung auf, das vermeintlich Gesunde festlegen könnten wer die Kranken sind und welche Hilfe sie bräuchten.

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